Vergabe des ersten Aufklebers für barrierefreie öffentliche Einrichtungen und Betriebe in Wiesbaden an den Gastronomiebetrieb „Extrablatt“ am 01.12.08
 
 
Wiesbaden hat als Unterzeichner der Erklärung von Barcelona unter hessischen Städten eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung barrierefreien Stadtraums übernommen. In diesem Zusammenhang hat Sozialdezernent Arno Goßmann eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Teilhabe behinderter Menschen am öffentlichen Leben weiter zu verbessern.
Mit dem Start des Internetprojektes www.wiesbaden-barrierefrei.de am 07.11.05 wurde ein erster Schritt in diese Richtung getan, um das Thema Barrierefreiheit mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Zurzeit entsteht auf der Internetseite eine Datenbank, die über barrierefreie öffentliche Gebäude und private Einrichtungen in Wiesbaden informiert. Sie hilft behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen, sich in der Stadt besser orientieren zu können. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Wiesbadener Behindertenorganisationen und Interessengemeinschaften Behinderter, der Firma Bohnen Nonnen und Urhahn –Büro für interaktive Medien- aus Darmstadt und der Koordinationsstelle für Behindertenarbeit im Amt für Soziale Arbeit, wurde nun ein Aufkleber entwickelt der zukünftig gut sichtbar im Eingangsbereich von Gebäuden und Einrichtungen platziert werden soll. Auf dem Aufkleber befinden sich alle wichtigen Informationen aus der Datenbank in Form von selbsterklärenden Piktogrammen. Der Besucher kann sich so vorab schnell über die wichtigsten barrierefreien Ausstattungen des Gebäudes oder der Einrichtung informieren.
 
Sozialdezernent Arno Goßmann freut sich, dem Café „Extrablatt“ den ersten Aufkleber übergeben zu können. Er wünscht sich, dass von dieser Aktion eine Signalwirkung ausgeht und andere private Einrichtungen angeregt werden, ebenfalls barrierefreie Anpassungsmaßnahmen vorzunehmen. Gerade bei den privaten Einrichtungen in Wiesbaden, insbesondere bei den Gastronomiebetrieben, wird ein großer Nachholbedarf gesehen. Das Amt für Soziale Arbeit ist gerne bereit, Interessenten im Falle eines Umbaus zu beraten.