Projektinformation
Internetportal: www.wiesbaden-barrierefrei.de

Geschichte


Die Stadt Wiesbaden, vertreten durch das Amt für Soziale Arbeit (Sozialdezernat), hatte zuletzt im Jahr 1993 einen Stadtführer in Printform vorgelegt, der über die barrierefreie Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude, Ärzte, Geschäfte, Apotheken, Veranstaltungsräume etc. informierte. Darüber hinaus wurde in regelmäßigen Abständen ein aktualisierter Innenstadtplan veröffentlicht, in dem nützliche Hinweise für behinderte Menschen, z.B. über abgesenkte Bordsteine, Behindertenparkplätze im öffentlichen Straßenraum, Behindertentoiletten, barrierefreie Zugänge öffentlicher Gebäude, Telefonhauben, usw. zur Verfügung gestellt wurden.

Im Jahre 2002 wurde mit der Firma 50 Grad Nord im Rahmen eines ehrenamtlichen Projekts der erste Versuch unternommen eine online Version des Stadtführers zu erarbeiten. Der erste Entwurf der Internetseite www.wiesbaden-barrierefrei.de  ging am 18.07.2003 online.

Leider musste die Firma 50 Grad Nord aufgrund fehlender Kapazitäten die Mitarbeit im Projekt 2004 aufkündigen.
Es konnte dank der Unterstützung durch die Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit, mit der Firma Bohm Nonnen und Urhahn Büro für interaktive Medien GmbH - (bnu) aus Darmstadt ein neuer kompetenter Partner im Rahmen eines UPJ Projektes gefunden werden, der die begonnene Arbeit fortsetzte.

Was ist eigentlich UPJ?


UPJ ist ein Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen schaffen.
Diese Akteure unterstützt die gemeinnützige Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V.

Die so entstandenen Kooperationen auf Augenhöhe zwischen sozialen Einrichtungen und Unternehmen in der Region gehen weit über Spenden und Sponsoring hinaus, denn sie nutzen Ressourcen verschiedener Art und schaffen bei allen beteiligten Partnern einen Gewinn.
Das UPJ - Servicebüro Wiesbaden besteht seit 2000 und ist in die kommunale Verwaltung des Amtes für Soziale Arbeit eingegliedert.

Aktueller Stand der Internetseite


Die  vorliegende Internetseite ist in einer intensiven Zusammenarbeit der Firma bnu, dem Arbeitskreis der Wiesbadener Behindertenorganisationen und Interessengemeinschaften Behinderter (AK), dem Amt für Soziale Arbeit und anderen städtischen den Ämtern, Trägern der Behindertenhilfe, Selbsthilfegruppen, Hilfsorganisationen und Einrichtungen weiterentwickelt worden.
Der AK nutzt diese Internetplattform unter anderem  dafür,  um den Fortgang der barrierefreien Umgestaltung und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Stadt Wiesbaden zu dokumentieren. Die  Datenbank über barrierefreie Einrichtungen ist dabei von besonderer Bedeutung. Bevor Daten zu den einzelnen Einrichtungen erfasst werden erfolgt eine Zertifizierung, die sich an der geltenden DIN - Norm orientiert. Zusätzlich wird ein Aufkleber generiert, der im Eingangsbereich platziert wird und den Besucher/in an Hand von Piktogrammen über die barrierefreien Ausstattungen  informiert. Die Datenbank wird  ständig überarbeitet und   erweitert.  Darüber hinaus  stehen seit kurzem  neue Angebote wie z.B. eine Newsletterfunktion, ein Communitymodul, sowie eine Hilfsmittelbörse zur Verfügung. 

Anspruch und Ziel dieses Internetportals ist es

  • Präzise und aktuelle Informationen zu präsentieren
  • Das Informationsangebot weiter auszubauen
  • Die Integration behinderter Menschen zu unterstützen.
  • Das Bewusstsein für das Thema Barrierefreiheit in der Öffentlichkeit zu fördern
    und somit Informationen zu bündeln und
  • Behinderten Menschen
  • Angehörigen, die behinderte Familienmitglieder oder Verwandte betreuen
  • Professionelle Betreuerinnen und Betreuern von behinderten Menschen
    zugänglich zu machen.

Umsetzung der barrierefreien Darstellung


Ein wesentliches Ziel ist es, über das Internetportal  www.wiesbaden-barrierefrei.de Informationen für alle Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen  und auf deren individuellen Bedürfnisse einzugehen. Die gilt insbesondere für gehörlose Menschen und Menschen mit einer kognitiven Einschränkung. Vor diesem Hintergrund wurden bewusst, bspw. Gebärdenvideos und Texte in Leichter Sprache in die technische Struktur der Webseite integriert, auch wenn diese Elemente, zum Teil gegen die Kriterien im Sinne der Internationalen WAI Richtlinien stehen.

Geregelt wird die barrierefreien Darstellung  

  • im Hessischen Behindertengleichstellungsgesetz
  • in der Erklärung von Barcelona
  • WAI Richtlinien definieren Darstellungsformen der Barrierefreiheit


Gelungene Kooperation und gute Umsetzung


Die Realisierung erfolgte mit dem Arbeitskreis der Wiesbadener Behindertenorganisationen und Interessengemeinschaften  Behinderter der  Koordinationsstelle für Behindertenarbeit im Amt für Soziale Arbeit in Kooperation mit dem Unternehmen Bohm Nonnen und Urhahn - Büro für interaktive Medien GmbH aus Darmstadt.


Was wir erwarten:

Mitwirkung des Arbeitskreises der Behindertenverbände und Interessengemeinschaften Behinderter, der Selbsthilfegruppen, der Träger der Behindertenhilfe in Wiesbaden, beim Ausbau und der Weiterentwicklung der Internetplattform.
Zukunftsvision
Nutzung der Internetseite über den klassischen PC-Monitor hinaus (PDA, Handy und andere neue Medienausgabegeräte)